Die von Politik und Medien heraufbeschworenen Gewaltexzesse wegen des AfD-Parteitages sind ausgeblieben. Der Parteitag fand nach Recht und Gesetz statt. Bis auf kleinere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten war Frieden in der Stadt. Dank dafür gilt der Polizei und Betern in ganz Deutschland, die sich in und um Erfurt zum Schutz der Stadt aufgestellt haben.
Am Freitagabend feierten auf dem Erfurter Domplatz Tausende unbeschwert beim Konzert mit Roland Kaiser. Darüber hinaus war die Stadt etwas still. Es war nicht die Ruhe vor dem Sturm. Erfurt hat nicht die erwarteten Bilder geliefert, die für das Wochenende prophezeit wurden. Die völlige Überhöhung des AfD-Parteitages, der deswegen angesagte Ausnahmezustand und die geschürte Angst wurden neutralisiert. Der Parteitag bekam den Platz, der ihm nach Recht und Gesetz zusteht, nicht mehr und nicht weniger. Die Demonstrationen und Gegenveranstaltungen in der Stadt blieben friedlich. Linksextremistische Blockaden um die Messe und auf den Zufahrtsstraßen kamen nicht zustande oder wurden aufgelöst und haben den Parteitag nicht verhindert. Als Wurfgeschosse ausgegrabene Pflastersteine wurden in der Nacht bereits entdeckt und sichergestellt. Es gab weder eingeschlagene Scheiben noch brennende Autos. 69 registrierte, kleinere Straftaten bei 30 000 zum Teil gewaltbereiten Gegnern gehören andernorts leider zum Alltag. Die Polizei musste vier von Demonstranten angegriffenen Journalisten zu Hilfe kommen. Elf leichtverletzte Polizisten sind elf zu viel, zeugen jedoch von marginalen Eskalationen, auch wenn diese von den Medien mangels Skandalmaterial aufgebauscht und von allen Seiten wiederholt werden.
Es gibt in Erfurt kaum Boden für Extremismus. Die Stadt ist ein Ort des Friedens, den auch die aus ganz Deutschland angereisten Linksextremisten nicht durchbrechen konnten. Wenn diese ihre größte, jemals zustande gebrachte Blockade auf der A71 als Erfolg feiern, gibt es für das auf Indymedia und anderen Terroristen-Portalen angekündigte Gewaltpotenzial jedoch auch keine Entwarnung. Erfurt hat ein Bespiel gegeben, wie eine nach allen Seiten vorbereitete und konsequent agierende Polizei und Gebet im ganzen Land Spiralen der Gewalt durchbrechen können.
Das „Fest der Demokratie“, das die Gegner des AfD-Parteitages in der Stadt inszeniert haben, bleibt als Verteidigung der Demokratie fragwürdig. Ohne den AfD-Parteitag hätte es dieses „Fest“ nie gegeben, das keinen demokratischen Dialog gesucht hat, sondern reine Gegenveranstaltung war, die damit Polarisierung verstärkt und zementiert und letztlich Gewalt gegen Andersdenkende mit provoziert. Leider haben sich auch die Kirchen in der Stadt davon teilweise vereinnahmen und instrumentalisieren lassen.
Als Bündnis C – Christen für Deutschland fordern wir gerade von den Kirchen eine kritische Äquidistanz zu beiden Seiten der politischen Lager, um Fronten zu entschärfen und zusammenzubringen. Die Bibel sagt uns, dass man ein Gewächs an seinen Früchten erkennen wird (Mt 7,16f). Die aggressive Propaganda gegen die AfD bewirkt genau das Gegenteil von dem, was man damit bezweckt, und macht sie immer stärker. Parteinahme für die eine oder andere Seite in unserer polarisierten Gesellschaft dient nicht dem Gemeinwohl. Auch wenn Erfurt am Wochenende weitgehend friedlich war, bezahlen wir alle die immensen Kosten für den Polizeieisatz und den Preis für eine immer tiefer gespaltene Gesellschaft. Wir stehen an einem Wendepunkt, wo wir für unser Land den Frieden Gottes erbitten, der höher ist als alle gegensätzliche politische Vernunft, und den die Beter am Wochenende vom Himmel in die Mitte Deutschlands gebracht haben.

Bilder: Erfurt – von pixaby, Demonstration mit KI erstellt