Nein zu Menschenhandel und Prostitution!

In ganz Europa werden Frauen und Mädchen als Opfer von Zwangsprostitution vergewaltigt, geschlagen und missbraucht. Sie kommen meist aus Osteuropa, Asien oder Afrika. Wo junge Frauen in den Rotlichtvierteln oder auf den Straßen unserer Städte "beschäftigt" sind, treffen sie selten eine Berufswahl, stehen aber fast immer unter Drogen, um den Schmerz zu lindern. Europaabgeordneter Arne Gericke (Bündnis C) unterstützt Oasis International gegen Menschenhandel.

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Phil Lane von Oasis International erklärte heute im Europaparlament seine Arbeit unter Frauen in den Bordellen rund um Brüssel.  In gewöhnlichen Wohnhäusern in den Vororten „arbeiten“ acht bis zehn Frauen. Die "Kunden" können mit ihnen tun, was sie wollen. Alles findet legal unter Kontrolle der Polizei und von Zuhältern statt, die Steuern auf ihre Einnahmen zahlen. 

Arne Gericke, Europaabgeordneter für Bündnis C – Christen für Deutschland dazu: "Heute habe ich gerne eine christliche NGO unterstützt, die sich für die Linderung der Not vieler in Belgien lebender Frauen einsetzt.  Die Tatsache, dass Prostitution sowohl in Deutschland als auch in Belgien legal ist, bedeutet leider, dass die Öffentlichkeit es für in Ordnung hält, die Frauen für sexuelle Befriedigung zu nutzen. Das ist es nicht. Und mit Prostitution geht Menschenhandel einher." 

Derzeit bemüht sich die EU, dass die Istanbulkonvention des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt von den Mitgliedsstaaten unterzeichnet und ratifiziert wird. Statt gegen Menschenhandel konsequent vorzugehen, enthält dieses Abkommen wenig hilfreiche und nicht bewährte Elemente, die das Leben für Frauen nicht sicherer machen.

Hauptumschlagplatz für Frauen ist der Hafen von Antwerpen, von wo aus sie auf dem ganzen Kontinent verteilt werden. Auch in Deutschland sind es die Handelshäfen, die als Drehscheiben nicht nur für Fracht, sondern auch für menschliche Güter dienen, die für den Konsum im In- und Ausland bestimmt sind. „Dieser moderne Sklavenhandel muss aufgedeckt und beendet werden.“ bekräftigt Karin Heepen, die Bundesvorsitzende von Bündnis C. „Das Durchschnittsalter der Frauen, die zum ersten Mal prostituiert werden, liegt bei 14 Jahren. Das ist nicht die Entscheidung einer Frau, sondern sexuelle Nötigung und Missbrauch junger Mädchen.“

Bündnis C stellt im Europawahlprogramm wirksame Maßnahmen für die Bekämpfung des Menschenhandels dar: Das Nordische Modell, das den Kauf sexueller Dienstleistungen unter Strafe stellt, soll nach den Beispielen von Schweden, Frankreich, Irland und Nordirland in ganz Europa eingeführt werden.

 5. Februar 2019